Autor: mamastisch

Mein Blog - mein Therapeut! Mit seiner Hilfe verarbeite ich die Zwangsneurosen meiner Familie, meine Kinderriegelsucht und den schwer erziehbaren Mann. Read it, love it or leave it.

Hand auf’s Herz, Kinderschokolade in den Mund

Von guten Müttern und der Fähigkeit, selbst eine zu sein ohne eine zu sein.

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Aufwachen

Wer nicht aufwachen will, muss fühlen

Wenn ihr ein Baby habt, habt ihr den wohl charmantesten Wecker der Welt. Mein Mäusezahn entwickelte ungeahnte Kreativität in diesem Metier. Es folgt eine Beispielwoche: Montag: Meine Töchterchen ist eine Frau der Tat. Sie wartet nicht bis Mama ausgeschlafen hat, sondern schafft Tatsachen. Zielsicher ergreift sie mein Schlafshirt und wurschtelt es, ich weiß nicht wie, zur Seite bis die heißersehnte Milchquelle frei liegt. Im Prinzip bin ich ihr für ihre Rücksicht sehr dankbar. Sie könnte mich auch einfach wach brüllen. Doch ich will ehrlich sein, aufzuwachen, weil man kurz vorm Erfrieren ist und tagelang danach eine tropfende Nase mit sich rumschleppen muss, steht auf meiner Liste, meiner 100 Lieblingserlebnisse auf Platz 1275! Dienstag: Mein Kind zeigt starke Tendenzen in die Metallerszene aufgenommen zu werden. (Nein, damit meine ich nicht die Thyssen Krupp Rheinmetall Group.) Die mütterliche Brust in mühevoller Kleinstarbeit freigelegt, begibt sie sich auf den harten Weg, die Milchbar zu erreichen. Dabei schüttelt sie sich mit dem Kopf vorwärts. Vor und zurück, vor und zurück, vor und…. Leider trifft sie statt auf meine Brust direkt auf meinen Schädel. Der eine nennt es eine Kopfnuss, ich nenne es konstruktives Headbanging. Mittwoch: Wie gesagt, ausgedehnte Brüllorgien am Morgen blieben mir bisher weitgehend erspart. Diese verlegte mein Mäusezahn netterweise auf Mitternacht. Da hat nicht nur Mama, sondern auch Papa etwas davon. Frühmorgens beglückt sie mich lieber mit ihrem stark ausgeprägten Forscherdrang. Heiß begehrter Forschungsgegenstand: meine Nase. Da kann man so herrlich seine Finger drin verhaken und dran ziehen, wahlweise die Hand darum schließen und kräftig drücken. Nachdem sie diese Entdeckung machte, ging ich dazu über, ihr wirklich regelmäßig die Fingernägel zu stutzen. Donnerstag: Außerdem zeichnet sich mein Mäusezahn nicht nur durch Schaffenskraft, sondern auch durch Großzügigkeit aus. Besonders gerne möchte sie ihren Schnuller teilen. Sie hat dabei eine sehr ausgefeilte Technik entworfen: Arm ausstrecken und einfach in den geschlossenen Mund von Mama drücken. Mit aller Kraft. Da es um die Zielgenauigkeit meines Kindes nicht herausragend bestellt ist, kommt es gelegentlich vor – geschätzte zehn mal in der Minute-, dass der Schnuller in meinem Auge landet. Oder im Ohr. Meine dezenten Versuche, die Angriffe durch Wegdrehen abzuwehren, werden mit einem ausführlichen Malträtieren des Hinterkopfs beantwortet. Das Konzept ‚Gesicht-als-Ort-des-Mundes-und-da-kommt-der-Schnuller-rein‘ scheint mein Sprössling noch nicht recht verinnerlicht zu haben. Trotzdem zerschmolz ich innerlich ob der liebevollen Geste. Bis ich entdeckte, dass sie ihren Schnuller auch ihrem Plüschtier, ihrem Beißring, ja selbst einem zweiten Schnuller anbot… Freitag: Ich gebe es zu. Einmal sagte ich belustigt „Baff“ als sie mich mit ihrem Plüschaffen direkt in die Visage traf. Seitdem probiert sie seeehr ausdauernd und mit viel Freude, dieses Geräusch meinen Lippen erneut zu entlocken. Natürlich mit Hilfe ihres plüschigen Gefährten. Bevorzugt frühmorgens. Wie oft muss man eigentlich vom Plüschtier getroffen werden, bis das als häusliche Gewalt gilt? Samstag: Ein Tag beginnt einfach nur herrlich, wenn das Kind seine Rotationsfähigkeiten austestet. Selbstverständlich im Familienbett zwischen Mama und Papa. Sobald ich im Halbschlaf mitbekomme, dass die Kleine mal wieder Identitätsprobleme hat und sich für einen Helikopter hält, drehe ich ihr meinen Rücken zu. Und genieße die Tretmassage. Hach, so wache ich gerne auf. Sonntag:Manches mal fragte ich mich beim plötzlichen Aufwachen, ob meine Tochter im vorherigen Leben Bäckerin war? Vielleicht hatte sie auch was mit Klöppeln oder Filzen zu tun? In jedem Fall Handwerk. Denn Zupacken kann sie. Das ist heuer ihre neueste Entdeckung. Wenn die Brüste entblößt vor ihr liegen, kann sie nicht nur ihren Hunger stillen. Nein, so zwei Brüste sind eine herrliche Knautschzone. Wortwörtlich. Man kann sie kneten, kniepen, dran ziehen….Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Mit totaler Hingabe nutzt mein Knöpfchen diese. Zu Lasten meines morgendlichen Tiefschlafs. Und bei euch so? Habt ihr auch Kinder mit musikalischen Neigungen, sportlichen Übungszwang oder ausgiebigem Forschungsinteressen? Wie weckt euch euer Kind? Kleiner Nachtrag: In der Nacht nach dem Verfassen dieses Artikels, gab sich mein Mausezahn ganz große Mühe und wartete nicht bis zum Morgengrauen. Sie fuhr ab Mitternacht fast das gesamte Repertoire auf und ergänzte es um Bisse in die Brustwarze. So powernapten wir uns durch die Nacht. Uarrrg.

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Stillhormon Oxytocin

BloGAGA – eine kleine Hommage an das Oxytocin

Wer hätte gedacht, dass ich ausgerechnet in der Elternzeit meine schöpferische Schaffenskraft wieder entdecke? Eigentlich hatte ich die Elternzeit immer gefürchtet. Bilder von gähnender Langeweile, trotteliger Einsamkeit oder Überforderung durch ein quengelndes Baby prägten meine Erwartungen. Die Wahrheit dagegen ist Erfüllung pur. Dank des Stillens bin ich randvoll mit Oxytocin. Mein Herz platzt vor Liebe für meine Tochter. Beides zusammen setzt eine ungeahnte Kreativität in mir frei. Da die Kleine sehr unaufgeregt ist, kann ich jene auch ausleben. Ich schreibe, ich zeichne, ich designe digital. Das Kinderzimmer konnte mit niedlichen afrikanischen Tieren kinderfreundlich gestaltet werden, das erste Mal versand ich zu Weihnachten einen Rundbrief an den inneren und äußeren Freundeskreis.  Ja, und ich baue diesen Blog auf. Es ist verrückt, ausgerechnet ich, die felsenfest davon überzeugt war, dass die biologische Gebärfähigkeit KEINE Hauptrolle in der weiblichen Selbstentfaltung spielt, hat seit der Geburt ihrer Tochter das erste mal das Gefühl, eines Blogs würdig zu sein. Seit zwei Monaten hege ich diesen Gedanken. Ideen habe ich zahlreiche. Zum Teil schon ausformuliert. Doch zwei Hürden galt es zu überwinden. Die Technische nahm ich mit Bravour: Leider kaufte ich vor zwei Jahren aus falsch verstandener Sparsamkeit einen billigen Laptop. Da war der Henkel zum Wegwerfen mit dran. Die Arbeitsgeschwindigkeit versagte selbst gegen Schnecken. Doch für meine vorübergehende digital-literarische Anwandlungen viel Geld für ein neues Gerät in die Hand nehmen? Nö, dazu bin ich nicht bereit. Mein Mann brachte mich schließlich auf die Idee, eine SSD Festplatte und einen neuen Arbeitsspeicher einzubauen. Hat das jemand von euch schon mal gemacht? Ich hatte ehrlich gesagt so viel Ahnung wie der viel bemühte Ziegenbock vom Gärtnern. Dank YouTube ist mein Selbstvertrauen, mich in neue Themenbereiche einzuarbeiten, recht hoch. Gesagt, getan. Zwar musste ich eine neue Sprache lernen. Angefangen von Riegel über S-ATA Anschluss bis Motherboard. Doch schließlich lernte ich BIOS zu beherrschen. Klonte Windows und zwei Klicks später hatte ich einen flotten Rechner. Ich sage es ja. So eine Elternzeit beflügelt. Jedoch bin ich nicht alle Komplexe losgeworden. Die zweite Hürde ist nämlich eine psychologische. Bei den Tutorials zur Erstellung eines Mama-Blogs begegnete ich nicht selten dem Hinweis, sich in der mütterlichen Blogosphäre umzusehen, zu gucken, worüber die anderen so bloggen, um seine eigene Nische zu finden. Dünnpfiff und zwar gaaaanz dünner!!!! Ich habe in den bestehenden Mama-Blogs gestöbert. Mit dem Ergebnis, dass mein Selbstvertrauen seine Sachen packte und irgendwo in der Karibik Urlaub machte. Dabei wurde ich echt gaga. Wenn ich die Blogs von StadtLandMama, Frau Mutter und Co lese, bleibe ich gebannt hängen, frage mich aber auch gleichzeitig, wer denn meine literarischen Ergüsse lesen will, wenn er das haben kann???? Danke, Oxytocin, dass du mein Hirn noch ein wenig umnebelst, den Minderwertigkeitskomplexen in den Hintern trittst und meinen Fingern immer wieder „Just do it“ zuflüsterst! 5 Jahre später beamte mich meine zweite Elternzeit zurück in die Blogosphäre. Endlich mit Erfolg. Muss am Oxytocin liegen.

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Paul-Vincent

Paul-Vincent oder warum Erwachsene auch einen Nuckel brauchen

Irgendwie hatte ich heute einen Scheißtag. Ihr wisst schon, die Tage, an denen irgendwie alles…naja, Scheiße ist. Erst wurde ich vom eigenen Kind mit dem Schnuller beim Aufwachen verprügelt. Dann habe ich das Kind einer anderen Mutter betreut, damit sie sich die Beißerchen veredeln lassen konnte. Als ich sie fragte, wie ich ihren Sprössling am besten beruhigen könne, drückte sie ihn mir achselzuckend in die Hand und weg war sie. Entsprechend war der Trennungsschmerz. So was kann ich leiden. Voll unfair. Mir und dem Kind gegenüber. Und beim Kinderarzt war dann voll das Gegenteil- der Geduldspapa. Würg. Der Vater, der mit samtener Stimme seinen Sohn, Paul-Vincent,  alles ausführlichst erklärt, immer geduldig ist und im sanften Singsang schimpft. Ach, was sag ich, selbst das Schimpfen ist ein pädagogisches Dahinplätschern von wohldurchdachten Erklärungen, die vor Selbstbeherrschung nur so triefen. Bäh. Eltern ohne zerrissenen Geduldsfaden sind noch nerviger als planungslose Eltern. Nach dem Motto: Paul-Vincent, nicht den Splint aus der Granate ziehen….Ach, Paul-Vincent, jetzt stecke aber bitte den Splint wieder in die Granate und dann gibst du sie mir ganz geschwind, gelle  Paul-Vincent…..So, Paul-Vincent ich zähle jetzt bis drei und dann wirfst du die Granate bitte Richtung Süden….1,2……KAWUMM!!! An alle Paul-Vincents dieser Welt. Als erstes: Mein herzliches Beileid. Zweitens: Richtet euren Eltern bitte aus, dass Paul ODER Vincent eine durchaus legitime Rufform für euren aufgeblasenen Doppelnamen ist. Tja, nachmittags hatte ich dann ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber, das nicht schlecht gelaufen ist, sich aber komisch anfühlte, ’ne Freundin hat ’nen Job bekommen, den ich auch nicht ablehnen täte und ’ne andere hat ’nen Kitaplatz nach ihren Vorstellungen. Alle haben einen Lauf. Nur ich, ich muss mich mit den Paul-Vincents dieser Welt rumschlagen. Maaaann, ich suche mir jetzt einen stillfreundlichen Schnuller für Erwachsene…wir hatten da doch noch irgendwo Kinderriegel.

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Stillen

Man soll das Kind stillen, solange es hungrig ist

Stillen scheint ein Thema zu sein, das für Zündstoff sorgt. Jajaja, ich weiß. Eigentlich wollte ich von heiklen Themen die Finger lassen, sie höchstens wohlwollend- kooperierend kommentieren. Also: Jede Mama ist auf ihre Art fantastisch. Zumindest das eigene Kind findet das. Und genau diesen Ansprüchen müssen wir genügen. So, genug davon, runter mit den Samthandschuhen! Stillen ist bei weitem nicht der Weisheit letzter Schluss. Nicht selten zwingen ein trinkfaules Kind, wunde Warzen oder Milchknappheit eine Mutter in die Knie. Der Griff zur Flasche ist die logische Konsequenz. Wieder andere Mütter entscheiden sich ganz bewusst für das Milchpulver. Bitteschön! Jeder wie er es mag. Fläschchen geben ist ja auch furchtbar praktisch. Insbesondere, wenn die Weichmacherhormone den Beckenboden endlich in Frieden lassen und frau so eine reelle Chance erhält, ihren after-birth-body in… Ja, in was? Na, auf jeden Fall in etwas, was der Ausgangsfigur relativ nahe kommt, zu verwandeln. Ich stille leidenschaftlich gern. Gut, das mit der Stilldemenz – darauf hätte ich verzichten können. Heute kann ich darüber lachen, der Mann nicht. Doch, wenn ich schon all diese Einschränkungen in Kauf nehme, lasse ich mir das Stillen von niemanden madig machen oder habe ein schlechtes Gewissen. Ich ziehe blank, wann und wo ich will. Nicht im Klaren darüber, dass Stillen in der Öffentlichkeit als Provokation empfunden werden könnte, brüskierte ich kürzlich mit einem barbusigen Cafébesuch eine Bekannte. Mein Weltbild ist geprägt von an Brüsten nuckelnden Babys. Dementsprechend hinterfragte ich das Stillen in der Öffentlichkeit genauso wenig wie das Essen. Es ist schlichtweg eine existenzielle Notwendigkeit. Selbst bei meinen Aufenthalten in der arabischen Welt sah ich Mütter, die ihr Kind in der Öffentlichkeit anlegten. Welch traumatische Bewusstseinszustände das Geständnis meiner Mutter, ich selbst sei ein Flaschenkind, bei mir auslösten, lässt sich schwer in Worte fassen. Dementsprechend ging ich relativ gedankenlos mit meinen nackten Brüsten um. Die Erregung beim Anblick der Brust bar packt nicht etwa ältere Leute oder Männer. Nein! Die Empörung kommt von anderen Müttern. So hielt meine Bekannte – während ich stillend neben ihr im Café saß – ein flammendes Plädoyer für Frauen, die Manieren noch wertschätzten und nicht aller Welt ihr „Brustfleisch auf’s Auge“ drückten. Stein des Anstoßes war das Foto einer jungen Frau, die ihr Kind in einem gut besuchten Einkaufszentrum stillte. „Wie kann man sich nur so in der Öffentlichkeit entblößen? Da muss man doch Rücksicht nehmen!„, blökte sie. „Was erwartet Du?“, erwiderte ich. „Soll sie auf eine Stunde beschränkte Blitzaufenthalte in der Stadt haben, um pünktlich beim nächsten Knurren des Babymagens Zuhause zu sein?“ Da klingt ja eine Isolationshaft entspannter. Das moralische Empfinden meiner Bekannten erlitt einen Schlaganfall als ich ihr von der isländischen Abgeordneten berichtete, die während einer Parlamentsrede ihr Neugeborenes stillte . „Das so etwas erlaubt ist?! Das gehört verboten„, quakte sie. Orrr. Echt? Wer hat dich denn zur Stillpolizei ernannt? Zugegeben, bei der Parlamentarierin handelt es sich tatsächlich um eine recht unkonventionelle Variante des Stillens in der Öffentlichkeit. Allerdings nicht mit Rücksicht auf das dünn besetzte Parlament, sondern auf das Neugeborene. Seit dieser lebhaften Diskussion stille ich erst recht immer und überall, wo es mir bzw. meinem Knöpfchen beliebt. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht ein Grundbedürfnis meiner Tochter zum Politikum stilisieren. Dennoch überkommt mich jedes mal eine biblische Freude, wenn das Mäusezähnchen an den unmöglichsten Orten nach Sättigung verlangt. Zu diesem Zweck führe ich meine kleine Top-7-Liste ungewöhnlicher Stillorte. Man mag mir eine gewisse Infantilität unterstellen. Doch, wenn an nackigen Frauen in der Werbung weniger Anstoß genommen wird als an stillenden Mütter, ist es auch für mich Zeit, meine Brüste in Position zu bringen. Hier sind sie – meine Top 7 ungewöhnlicher Stillorte Babykonzert: Gutgemeintes Event der Philharmonie Jena, das Eltern und Kind den gemeinsamen Genuss klassischer Werke ermöglichen sollte. Man nehme ein Orchester, ein paar Decken für die Kleinen und ein paar Stühle für die Großen und sperre 200 erziehungsberechtigte Personen ca. 1h in einen Saal. Wer davon letztendlich profitierte, blieb mir ein Rätsel. Wer durchdrehte, war offensichtlich. Auf jeden Fall zeigte sich beim Stillen, dass meine Tochter sich nicht von Tschaikowsky inspiriert, sondern eher irritiert fühlte. Gottesdienst: Meine Elternzeit nutzte ich dafür, mir eine Gemeinde zu suchen und mich taufen zu lassen. Mit diesem Weg liebäugelte ich schon lange. Bisher fehlte allerdings die Zeit, um dem ernsthaft nachzugehen. Bei meiner Suche stieß ich auf die hiesige Luthergemeinde. Als ich den Gottesdienst das erste mal besuchte, begab ich mich etwas früher hin, um mein Töchterchen vorher satt und müde stillen zu können. Ich fragte, wo ich das tun könne. Man platzierte mich in einen großen Saal mit dem Hinweis, mir ruhig Zeit zu lassen. Es kämen eh alle erst fünf vor um. Ohne groß über diese Worte nachzudenken, dockte ich mein Knöpfchen an. Sie saugte gierig und schmatzte laut. Ich hatte sie wirklich lange hingehalten. Sie trank und trank und trank. Es kamen die ersten Leute in den Saal. Mein Kind gluckste, guckte…und trank. Immer mehr Menschen kamen, bald war der letzte Platz besetzt. Die Kleine trank. Der Pfarrer begrüßte die Gemeinde. Langsam wurde ich nervös. Die Orgel setzte ein und die Kleine…trank. Café: Fast schon langweilig, weil so stino. Für mich jedoch immer wieder spannend, wie die anwesenden Gäste reagieren. Insbesondere ältere Damen sind der festen Überzeugung, dass Jungmütter Eigentum der Öffentlichkeit sind und nutzen jede Gelegenheit, um entweder dem Kinde in irgendein Körperteil zu kneifen oder die Fluchtunfähigkeit der stillenden Mutter auszunutzen und ihr währenddessen die eigene mütterliche Biografie darzulegen. Wahlweise wird das Nachwuchsverhalten der eigenen Kinder seziert. Stehend auf dem Feld: Wie es dazu kam, ist mir bis heute ein Rätsel. Von Zeit zu Zeit lichtet sich der Nebel, der mein Mutterhirn umgibt. Da kann es passieren, dass man sich auf einem Feld, mit entblößter Brust und einem Kindlein am Nippel, wiederfindet. Still happens Im fahrenden Auto: Ich weiß, ich weiß, bevor das moralisierende Gerede losgeht, das ist gefährlich, verboten und sowieso ein totales Unding. Dennoch ich habe es getan. Es geschah im Juli bei sengender Hitze. Wir befanden uns auf der Rückfahrt nach Jena. Meine Kleine im

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oje ich werde erwachsen

Oje, ich werde erwachsen…

Oje, ich werde erwachsen, schoss es mir durch den Kopf, als ich mein kleines Töchterlein nach 24h Stunden Wehen, Erbrechen und Geburt in den Händen hielt. Endlich Mama. Grund einen Blog zu starten, um gemeinsam mit euch durch die Wirren des Familienalltags zu stolpern. Read it, like it or leave it.

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