12 von 12 – Juni 2026: Mental unload
Meine epische Suche nach einer ultimativen Familienalltagsformel führte mich in eine Kurklinik an der Ostsee. Seit 6 Monaten fieberte ich Entspannung, Austausch mit anderen Eltern und viel Zeit mit meinen beiden Töchtern entgegen. Ich musste das Wort ‚Kur‘ nur hören, lesen oder denken, schon hatte ich einen Ruhepuls nah an der Bradykardie. Der Tag von Elon Musks SpaceX-IPO ist gleichzeitig mein 3. Tag hier. Ob sich meine Erwartungen erfüllen?

1 Anders als üblich ist beim Aufwachen nicht die wichtigste Frage, wann ich abends wieder ins Bett gehen kann. Stattdessen unterziehe ich die Frage, lieber Porridge oder Müsli, lieber Kaffee oder Tee einer weiterführenden Analyse.

2 Ein Segen: Meine Verantwortung für die Essenszubereitung beginnt beim Buffet und endet bei der Abgabe der Tabletts.

3 Ultimativer Kurhack an alle Eltern, die Kinder mit Kindergartenangsthintergrund erziehen: Lasst das Spielzeug einfach zuhause. Fünkchen rennt übermotiviert und fälschlicherweise schon vor dem Essen in das Kinderland, weil sie es nicht abwarten konnte, mit den Einhörnern zu spielen.

4 Dann gibt es einen kurzen Stressmoment. Den Weg vom Speisesaal über Zähneputzen, das ausgebüchste Fünkchen einfangen und ins Kinderland bringen, Knopfs hektischer Suche nach Hilfsmitteln, um die Langeweile in der Schulbetreuung zu bekämpfen, hin zur Physiotherapie zur Einweisung in den Hydrojet in 15 Minuten zu packen, war etwas optimistisch kalkuliert.

5 Bei der Einweisung in den Hydrojet beneide ich kurz die Zukunftsmamahonk. Ich entspanne allein bei dem Gedanken daran, dieses überdiemensionale Massagebett zu nutzen.

6 Anschließend muss ich mich zwischen einer Runde Joggen, Bloggen oder Schwimmen entscheiden. Dann fällt mir ein, dass ich zur Kur bin…

7… bereite diesen Blog vor…

8… jogge zur Halbinsel Wustrow…

9….und schwimme.

10 Sport macht hungrig. In der Kur fühle ich mich wie ein Kind und die Klinikmitarbeitenden sind die Eltern. Ich bin kurz davor „Hungääärrr“ zu schreien. Erstaunlicherweise klappt es sogar ohne Gebrüll mit dem Sattwerden.

11 Nach dem Mittagessen verkrümmeln wir uns an den Strand. Knopf liebt es fröhlich und eifrig zu belehren. Ihre Schwester weiß dadurch viel besser über Schimpfworte Bescheid als mir lieb ist.

12 Bei einem Besuch in der Sauna werde ich meine pädagogische Versagensängste jetzt einfach ausschwitzen. Zumindest für die kommenden 2 Wochen erscheint das als recht überzeugende Strategie.
Der Blogartikel ist ein Beitrag der Blogparade von Draußen nur Kännchen.

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Wie wunderbar so eine MuKi-Kur ist! Ich bin dreimal in den Genuss gekommen, es ist Gold wert! Genieße die Zeit, genieße das Buffet, genieße die Existenz des Kinderlands und genieße deine Mamamomente! Hach, ich beneide dich!
Die Hymne einer jeden MuKi : „Du bist nicht allein, tralalalaaa …!“
Ich gönn es dir!!!
Sabine aus dem Mausloch
Huhu, liebe Sabine, ich werde definitiv versuchen, auch ein 3. Mal in den Genuss zu kommen. Danke Dir und liebe Grüße ins Mauseloch ❤️
Liebe Manja,
Jetzt auch deine Eindrücke angeschaut. Meine Alltag besteht aktuell auch aus vieö Sport, Essen und Hydrojetmassage und vorallem die Luft am Meer. Liebe Grüße von der Nordsee an die Ostsee. ❤️
Jenny
So eine Kur sollte als Menschenrecht verankert werden. Grüße zurück ❤️