Das etwas nicht mit mir stimmte, spürte ich schon länger. Die merkwürdige Blicke anderer Eltern, des Kinderarztes und des Mannes bestätigten meinen Verdacht. Ich war ein Mamahonk! Das war eine lebensverändernde Nachricht, mit der ich erst umzugehen lernen musste. Das war eine harte, wenn nicht die härteste Zeit in meinem Leben.
Was dem Manne die letzten Wochen der Bundesliga, ist der Frau die Hibbelzeit – laut MamiWiki. Wie im Fieber entwickelt eine Hibblerin merkwürdige Symptome, die Aussenstehenden als etwas absonderlich erscheinen mögen. Sie wird zum HIBBELHONK. Was ein waschechtes Hibbelhonk auszeichnet, erfahrt ihr hier in meinem Beitrag. Read it, like it or leave it. P.S.: Humor ist, wenn frau trotzdem lacht.
Der Juni 2026 hatte einiges im Gepäck. Meine große Tochter verabschiedete sich von der Grundschule, auf Kur wurde mir schmerzhaft bewusst, dass ich als Mutter inzwischen als „uncool“ gelte, und mein Hormonhaushalt führte einen kurzfristigen Putsch gegen mein emotionales Gleichgewicht durch. Dazwischen gab es Geschwisterliebe, Stand-up-Paddling, tägliche Sauna und die Erkenntnis, dass meine Kinder längst größer geworden sind, als ich wahrhaben möchte. Dieser Monat war laut, anstrengend, heilsam und lehrreich zugleich. Was war los bei uns im Juni 2026? Der Juni begann bei uns mit einem Ende – und zwar einem ziemlich großen. Meine große Tochter verabschiedete sich offiziell von ihrer Grundschulzeit. Die Sommerferien starteten zwar erst im Juli, doch weil wir den Großteil des Monats auf Kur verbringen würden, fühlte sich bereits das Abschlussfest ihrer Klasse wie der eigentliche Schlusspunkt dieser Lebensphase an. Wie so oft war unser Alltag in den Wochen davor vollkommen überladen. Statt liebevoll zu planen oder große Vorfreude zu entwickeln, nutzten Papahonk und ich die wenigen freien Minuten eher dafür, uns gegenseitig zu versichern, wie schlecht wir organisiert seien und was wir alles nicht geschafft hätten. Die daraus resultierende Erwartungshaltung bewegte sich knapp über der Nulllinie. Diese Strategie erwies sich überraschenderweise als äußerst erfolgreich. Die Kinder präsentierten ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit Tanz, Gesang und musikalischen Beiträgen, das nachweislich ohne nennenswerte Intervention Erwachsener entstanden war. Ich war gleichzeitig überwältigt, gerührt und ein bisschen erschrocken. Denn plötzlich wurde mir bewusst, wie groß meine Tochter bereits ist. So groß sogar, dass in mir kurz der Gedanke aufkam, ob eine christliche Schule überhaupt noch ausreicht oder ob ich sie nicht lieber direkt ins Kloster schicken sollte. Während ich geistig noch dabei war, ihre Brotdose zu kontrollieren, befand sie sich offensichtlich bereits auf dem Weg in die nächste Lebensphase. Die Datenlage deutete eindeutig darauf hin, dass die Ära der vollständigen elterlichen Kontrolle ihrem Ende entgegengeht. Noch deutlicher wurden diese Veränderungen während unserer Kur. Dort zeigte meine Tochter ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Autonomie sowie eine starke Orientierung an ihren Freundinnen. Konnte der soziale Kontakt nicht im gewünschten Umfang stattfinden, führte dies zu erheblichen Stimmungsschwankungen. Gleichzeitig entwickelte sie die Erwartung, dass auch ich mein Sozialverhalten optimieren und mich den Müttern der besonders beliebten Kinder anschließen sollte. Leider entsprach mein persönliches Interesse nicht ihren Vorstellungen. Während andere Mütter gerne über Kinderkrankheiten, Hygiene oder Waschmittel diskutierten, suchte ich eher Gespräche über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und die großen Fragen des Lebens. Dieses Verhalten wurde von meiner Tochter als sozial suboptimal bewertet und führte zu einer deutlichen Absenkung meines Coolness-Indexes. Das wurde mir von ihr erfreulicherweise transparent kommuniziert. Ich erfuhr also aus erster Hand, dass ich in ihrem sozialen Umfeld offenbar nicht zu den Premium-Eltern gehöre. Diese Erkenntnis schmerzte kurz, ließ sich aber durch die Mitteilung, dass sie es mir immerhin direkt erzählt hatte, wieder etwas ausgleichen. Mit sehr konkreten Vorstellungen war ich zur Kur gefahren. Ich wollte nicht mein Leben komplett umkrempeln oder eine tiefgreifende Transformation erleben. Mein Ziel war deutlich einfacher: die Zeit, die ich normalerweise mit Einkaufen, Putzen und Essensplanung verbringe, endlich einmal für mich und meine Kinder zu nutzen. Ich wollte Sport machen, schwimmen gehen und Zeit in der Sauna verbringen. Genau das ist mir gelungen, und allein dafür hat sich die Kur bereits gelohnt. Darüber hinaus habe ich einige wertvolle Impulse für den Umgang mit meinen Kindern mitgenommen. Mir wurde klar, dass insbesondere Geschwisterkonflikte und starke Wutausbrüche mich im Alltag viel Kraft kosten. Nicht, weil meine Kinder ungewöhnlich schwierig wären, sondern weil genau diese Situationen meine persönliche Herausforderung darstellen. Worauf bin ich stolz im Juni 2026? Auf die Geschwisterbeziehung meiner beiden Mädchen. Das mag überraschend klingen. Doch, wenn man einen Großteil des Tages damit verbringt, Streitigkeiten zu schlichten, Besitzansprüche zu verhandeln und darüber zu diskutieren, wer wen zuerst angeschaut hat, hegt man gelegentlich den Verdacht, Einzelkinder wären so viel einfacher. Aber im Juni zeigte sich mehrfach, dass unter dem täglichen Chaos eine ziemlich starke Geschwisterliebe steckt. Als Fünkchen ausbüchste, machte sich Knopf sofort auf die Suche. Fünkchen wollte am liebsten zu ihrer Schwester, teilte ihre Pommes mit ihr und als zwei größere Jungen nach einer Sand-Attacke wenig begeistert reagierten, war Knopf direkt zur Stelle. Die beiden streiten sich weiterhin. Ausdauernd. Kreativ. Teilweise professionell. Trotzdem habe ich erstmals seit Langem wieder deutlich gesehen, dass da genau das entstanden ist, was ich mir immer für sie gewünscht habe: eine echte Verbindung. Und ehrlich gesagt war ich manchmal nicht sicher, ob sie unter all den Konflikten überhaupt vorhanden ist. Ist sie aber. Zum Glück. Was hat mich bewegt im Juni 2026? Der Juni stand ganz im Zeichen einer Entwicklungsphase, die ich bislang nur aus Fachliteratur, Erfahrungsberichten und fremden Familien kannte: dem präpubertären Verhalten meiner großen Tochter. Es verging kaum ein Tag ohne emotionale Ausschläge, hitzige Debatten oder Diskussionen über Themen, deren Sinn sich mir häufig nicht erschloss. Dabei zeigte Knopf eine bemerkenswerte Fähigkeit, auf nahezu jede meiner Handlungen mit Frust zu reagieren. Zu den Konfliktfeldern gehörte beispielsweise mein Geburtstag. Dort erlaubte ich mir den schwerwiegenden Fehler, Zeit mit Freundinnen zu verbringen, die eigens aus verschiedenen Teilen Deutschlands angereist waren. Ebenfalls kritisch bewertet wurde der Vorfall, bei dem ich beim Tragen eines Bollerwagens die Hilfe einer anderen erwachsenen Person annahm, obwohl selbstverständlich ihre Unterstützung vorgesehen gewesen wäre. Besonders bemerkenswert war jedoch weniger ihr Verhalten als meine Fähigkeit, mich immer wieder darauf einzulassen. Obwohl mir die Mechanismen inzwischen bekannt sein sollten, ließ ich mich regelmäßig in Diskussionen verwickeln, die weder Sieger noch Erkenntnisgewinn hervorbrachten. Rückblickend bin ich deshalb sehr froh, dass ich mich zu Beginn der Kur für das Erziehungsmodul statt für das Stressmodul entschieden habe. In den Gesprächsrunden mit den anderen Müttern konnten wir unsere kleinen und großen Erziehungsdramen ausführlich analysieren. Das löste zwar nicht alle Probleme, half mir aber dabei, mein inneres Gleichgewicht zu bewahren und die Ereignisse etwas gelassener einzuordnen. Was waren meine Schmerzpunkte im Juni 2026? Mein größter Schmerzpunkt im Juni war die Erkenntnis, dass ich meinem Hormonhaushalt offenbar deutlich mehr Mitspracherecht in meinem Leben eingeräumt habe, als mir bewusst war. Der Höhepunkt dieser Erkenntnis fiel praktischerweise auf meinen 44. Geburtstag. Während
Vom malerischen Sonnenaufgang direkt in den ganz normalen Familienwahnsinn aus Wäschebergen, Tofu-Experimenten und Mama-Taxi zum Voltigieren. Das sportliche Highlight war definitiv die Flucht vor dem Abwasch. Alltag pur in meinem heutigen 12 von 12 Juli. Ich lieb’s. ready it, like it or leave it.
Politisch sollen Mütter heute resilient, achtsam und selbstfürsorglich sein – am besten alles gleichzeitig und bitte nach Feierabend. Selbstfürsorge gilt als innere App: richtig eingestellt, läuft sie einfach mit. Dass man dafür Zeit, Energie und funktionierende Knie braucht, wird diskret ignoriert. Was tut man also, um nicht nur zu funktionieren, sondern Mensch zu bleiben? Spoiler: Es ist die dunkle Seite der Macht. Read it, like it or leave it,
Während die Politik darüber spricht, gleichberechtigte Elternschaft durch wohlklingende Begriffe wie Partnerschaftsbonus, Familienzeit und Vätermonate zu stärken, üben Papahonk und ich sie im Alltag als Hochrisikodisziplin. Auf dem Papier sind wir ein Team, in der Praxis eher ein Schichtbetrieb mit wechselnder Zuständigkeit und chronischem Schlafmangel. Gleichberechtigung ist dabei kein romantisches Ideal, sondern ein Zustand, den wir uns erarbeitet haben, weil die Alternative kompletter Zusammenbruch wäre. Read it, like it or leave it.
Meine epische Suche nach einer ultimativen Familienalltagsformel führte mich in eine Kurklinik an der Ostsee. Seit 6 Monaten fieberte ich Entspannung, Austausch mit anderen Eltern und viel Zeit mit meinen beiden Töchtern entgegen. Ich musste das Wort ‚Kur‘ nur hören, lesen oder denken, schon hatte ich einen Ruhepuls nah an der Bradykardie. Ob sich meine Erwartungen erfüllen?
Herzlichen Dank an alle, die auch diesen Mai dokumentarisch begleiten. Die Inhalte entstanden unter Alltagsbedingungen mit begrenzten Ressourcen, erhöhtem Koffeineinsatz und wechselnder Motivation. Der Monat selbst umfasste sportliche Eskalationen, schulische Übergänge und soziale Interaktionen mit erhöhtem Erschöpfungspotenzial. Fortsetzung folgt, sofern die Lage es zulässt. Read it, like it or leave it!
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