Mamahonks kleine Monatsrückschau Juli 2025 – Wie Freundschaft, Familienurlaub und Finanzwissen mein Energielevel neu kalibriert haben
Was passiert, wenn eine berufstätige Mutter sich bewusst Zeit für sich nimmt – ganz ohne schlechtes Gewissen? Im Juli habe ich genau das getan: Ein Mädelswochenende in Hamburg, ein entschleunigter Familienurlaub auf Rügen und jede Menge Input zu den Themen Investieren, KI und gesunde Routinen haben mir gezeigt, wie viel Kraft in kleinen Momenten steckt. Zwischen Digital Detox, Depot-Überraschung und Waschmaschinen-Apps habe ich nicht nur neue Energie getankt, sondern auch spannende Erkenntnisse gewonnen.
Warum es sich lohnt, öfter mal aus dem Hamsterrad auszusteigen – und was dabei wirklich stärkt? Read it, like it or leave it.
Familie und Freunde: Mädels und Meer
Der Juli hatte zwei absolute Highlights im Gepäck: ein Mädelswochenende in Hamburg und unser Familienurlaub auf Rügen. Und beides war – auf ganz unterschiedliche Weise – ein Fest für die Seele, das Herz und gelegentlich auch die Lachmuskeln.
Zuerst ging’s mit dem FlixBus Richtung Norden, Ziel: Hamburg. Dort warteten meine Mädels aus Schulzeiten – also die, mit denen man früher nächtelang über Boybands, Zukunftspläne und die Frage, ob man mit 40 überhaupt noch lebendig ist, diskutiert hat.



Jetzt sind wir über 40 und erstaunlich lebendig. Die Gastgeberin verwöhnte uns mit kulinarischen Köstlichkeiten, wir wälzten Erinnerungen und bekamen gleichzeitig spannende Einblicke in das aktuelle Leben jeder Einzelnen. Es war wie ein Reality-Check mit Sektglas – ehrlich, herzlich und ein bisschen nostalgisch.


Was mich allerdings irritierte: Das Gefühl, für dieses Wochenende erst um Erlaubnis bei meiner Familie bitten zu müssen. Als wäre Normalität – sprich: ein Wochenende mit Freundinnen – ein Privileg, das man sich hart erarbeiten muss. Dabei hat meine Familie den Haushalt während meiner Abwesenheit souverän gemanagt. Niemand ist verhungert, das Wohnung steht noch, und sogar die Pflanzen leben. Ich verstand die Aufregung nicht.

Dann ging’s weiter nach Rügen – zurück in denselben Bungalow wie im Vorjahr. Damals bin ich noch panisch zum Strand gerannt, um den Wetterbericht zu checken, weil es kein Internet gab. Dieses Mal war ich vorbereitet: Bücher, Podcasts, Landkarten – ich war quasi die Marie Kondo des Digital Detox.

Doch kaum angekommen, verkündete mein Mann: „Es gibt Internet!“ Mein Herz rutschte kurz in die Hose. War das jetzt das Ende meiner Offline-Idylle? Zum Glück war’s nur ein G5-Versehen – wahrscheinlich stand der Wind günstig oder ein Möwe hatte kurz als WLAN-Repeater fungiert.

Statt großer Ausflüge haben wir das Zusammensein genossen: stundenlanges Planschen bis zur Schrumpelhaut, hitzige Tischtennis-Duelle und lockere Federball-Runden zwischen Bungalow und Düne. Urlaub wie aus dem Bilderbuch – nur mit mehr Sonnencreme und Null-Instagram.

Ein besonderes Highlight war unser Wäschwaschritual: Auf dem Nachbarzeltplatz gab es Waschmaschinen, die per App reserviert werden mussten. Also marschierte ich zum Strand, blockierte online das Gerät, sprintete zurück zum Bungalow und informierte den Mann. Der brachte dann die Wäsche per Rad zur Maschine. Ein Staffellauf der besonderen Art – effizient, sportlich und irgendwie sehr 2025.

Beruf und Finanzen: Zwichen Wellen, Wissen und Wallet-Wunder
Zwischen Strandläufen, Meerestauchgängen und abendlichen Radtouren habe ich dieses Mal nicht nur meine Muskeln, sondern auch meine grauen Zellen trainiert. Statt mich wie sonst durch die Speisekarte zu futtern, habe ich mich durch eine bunte Mischung aus Romanen, Sachbüchern und Podcasts geschmökert und gehört – quasi ein All-inclusive für Geist und Körper, nur ohne Buffet-Koma.

Mein Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Investieren. Und ich sage es mal so: Ich komme zurück mit mehr Ideen als mein Notizbuch Seiten hat. Außerdem habe ich mich tiefer mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigt – und dabei festgestellt, dass die deutsche Arbeitswelt in Sachen KI manchmal wirkt wie ein Faxgerät auf einem TikTok-Kanal.
Dank des fehlenden Internets habe ich mein Depot nur selten gecheckt. Und als ich endlich Empfang hatte, musste ich zweimal hinschauen – und dann nochmal zur Sicherheit. Der Kontostand war deutlich höher als erwartet. Im Frühjahr hatte ich mich nämlich dem Thema Krypto gewidmet und nach dem sogenannten Liberation Day ein bisschen eingekauft. Die (De-)Regulierung in den USA hat eine kleine Rally ausgelöst, von der ich profitierte. Kurzzeitig fühlte ich mich wie das Orakel von Delphi – nur mit WLAN und Wallet.

Aber wie das mit Krypto so ist: Die Freude war leider nicht von Dauer. Hochvolatil heißt eben auch: Hoch hinaus und tief zurück. Ein bisschen wie Achterbahnfahren mit verbundenen Augen – aufregend, aber nichts für schwache Nerven.
Sport und Gesundheit: Bauchgefühl statt Bauchweh
Normalerweise läuft mein Urlaub nach einem bewährten Prinzip: „Ich gönn mir was.“ Und zwar alles. Croissants zum Frühstück, Pommes zum Mittag, Eis zum Nachtisch und abends ein kulinarisches Finale mit Pasta, Wein und dem guten alten „Ach komm, jetzt ist auch egal“-Gefühl. Das Ergebnis? Ein Bauch, der sich anfühlt wie ein überfüllter Koffer.

Diesmal allerdings bin ich mit einer völlig neuen Strategie in die Ferien gestartet. Statt den All-you-can-eat-Buffet, habe ich mir Zeit gegönnt – Zeit für gesundes Kochen, gutes Essen und, man höre und staune, Disziplin. Ja, ich habe tatsächlich den Süßkram links liegen lassen! Keine Schokolade, kein Kuchen, kein Eis. Mein Körper hat nicht schlecht gestaunt und mir als Dankeschön etwas zurückgegeben, das ich fast vergessen hatte: Energie.

Morgens joggte ich zusammen mit meiner Tochter den Strand entlang, nicht um Kalorien zu verbrennen, sondern weil ich plötzlich ich Spaß hatte. Danach direkt ins Meer zur Abkühlung. Abends dann eine Radtour, nochmal schwimmen, und das alles ohne das Gefühl, dass ich mich gleich in einen Liegestuhl einbetonieren muss.

Das Erstaunlichste? Mein Gehirn hat mitgemacht. Meine Synapsen blitzten wie ein Feuerwerk. Mein Kreativitätsmodul – sonst eher ein gemütliches Faultier – arbeitete plötzlich wie ein übermotivierter Praktikant in einem Silicon Valley Start-Up. Ideen sprudelten, Gedanken flogen, und ich hatte das Gefühl, ich könnte locker ein Buch schreiben, ein Start-up gründen und nebenbei noch den Weltfrieden organisieren.

Fazit: Urlaub geht sehr gut ohne Bauchweh, wenn man das Konzept „sich was gönnen“ neu definiert. Und manchmal ist das größte Geschenk eben nicht das dritte Stück Kuchen, sondern ein Körper, der sich leicht, lebendig und voller Energie anfühlt.
Feminismus: Filterblasen und Finanzen – warum ich lieber KI füttere als meinen Instagram-Feed
Immer deutlicher dämmert mir die Erkenntnis: Der Feminismus, wie er sich in den sozialen Medien präsentiert, ist für mich wie ein glutenfreier Kuchen – gut gemeint, aber irgendwie schwer verdaulich und mitunter bitter im Nachgeschmack. Nicht, weil ich Gleichberechtigung doof finde – im Gegenteil! Aber dieses Dauerfeuer aus Empörung, Hashtags und moralischer Überlegenheit macht mich nicht stärker, sondern einfach nur müde. Meistens sehr wütend.
Wut ist ja bekanntlich ein zweischneidiges Schwert. Sie gibt Energie – klar. Doch die Dauerwut, wie sie in den sozialen Medien kultiviert wird, ist wie Espresso: Irgendwann blockiert sie nur noch, macht hibbelig, blind für das, was wirklich zählt und – ganz ehrlich – nimmt einem jegliche Lust auf produktiven Diskurs. Und ganz ehrlich: Ich will nicht ständig wütend sein, nur weil mir ein Algorithmus ein Weltbild serviert, das aus 90% Ungerechtigkeit und 10% Selfies besteht.

Deshalb habe ich vor ein paar Monaten einen radikalen Schritt gewagt: Ich habe Facebook und Instagram den Rücken gekehrt. Kein Scrollen mehr durch endlose Debatten, keine Stories mit feministischen Mantras in Pastellfarben, keine Kommentare, die sich gegenseitig in Rage liken. Und siehe da – die Social-Media-Abstinenz hat mich zufriedener gemacht. Und ich habe plötzlich wieder Energie für Dinge, die Frauen wirklich stärken.
Statt mich in digitalen Grabenkämpfen zu verlieren, stärke ich lieber meine Kompetenzen in Bereichen, die mir persönlich mehr bringen: Künstliche Intelligenz, Finanzen, Ernährung. Klingt vielleicht unsexy, ist aber ziemlich befreiend. Denn während andere darüber lamentieren, wie ungerecht die Welt ist (Ja, ist sie!), baue ich mir lieber ein solides Fundament, um sie im Kleinen zu verbessern. Denn Jammern bringt genauso viel wie ein Kaktus in einer Ballonfabrik.

Ich glaube, es ist Zeit, Feminismus anders zu denken. Nicht als Dauerempörung mit Like-Button, sondern als leise, kraftvolle Bewegung, die nicht nur fordert, sondern auch fördert. Die nicht nur kritisiert, sondern auch kreiert. Vielleicht ist das gerade nicht modern. Vielleicht ist es unpopulär, statt ins Phrasenschwein lieber in echtes, konstruktives Handeln zu investieren.
Egal! Die Welt braucht neue Perspektiven, selbst wenn sie weniger gut filterbar sind. Mein Kopf ist frei und mein Herz auch – und beides nutze ich ab sofort für das Wesentliche: Kompetenz, Vielfalt und einen Humor, der auch dann noch funktioniert, wenn die Internetempörung wieder die nächste Sau durch’s Dorf treibt.
Und wenn ich dabei lieber ein Aktienunternehmen analysiere als einen Instagram-Post – dann ist das eben mein persönlicher Feminismus.
Der Juli war ein Monat voller Begegnungen, Bewegung und ein bisschen WLAN-Magie. Und wenn ich eins gelernt habe: Manchmal ist das größte Abenteuer nicht die Fernreise, sondern die Erkenntnis, dass man auch ohne Dauerverfügbarkeit ziemlich glücklich sein kann.

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Hey Mamahonk,
vielen Dank für den Einblick in deinen Juli.
Bei mir war das Gefühl, einfach ein Mädelswochenende zu machen, anfangs genauso wie bei dir. So mit schlechtem Gewissen und Rechtfertigung vor mir selbst – total blöde, oder?
Heutzutage fahre ich zweimal im Jahr mit den Mädels weg und habe 0 schlechtes Gewissen 💪
Viele Grüße
Anette
Ach, das schlechte Gewissen bringe ich gar nicht selbst mit – das wird mir von meiner Familie als Reise-Mitbringsel mitgegeben. Ohne Verpackung, aber mit Drama.😂 Trotzdem danke für das Mitgefühl. Ich werde mich daran orientieren. 🤗