12 von 12 März – Mamahonk im Dilemma zwischen „Ich möchte Vermögen aufbauen“ und „Ich bin Mama…“

Heute rede ich Tacheles und offenbare in meinem 12 von 12 die drei großen Lügen einer Mutter. Read it, like it or leave it!

  1. Punkt 5 Uhr wache ich auf. Mamahonk ist und bleibt im Grübelmodus. Im März ballten sich die Thementage für Frauen.

2. Das ging auch an mir nicht vorüber. Frauen stehen für Schönheit, Fruchtbarkeit und Zärtlichkeit, sicherlich aber nicht für Reichtum und Macht. Ich möchte dem Patriarchat die Zähne zeigen.

3. Mein 1. Schritt – Ich widme mich zunehmend dem Thema Finanzbildung. Der Equal Pay Day am 6. März macht auf die Geschlechterungleichheit der Löhne aufmerksam.

4. Müde versuche ich durch die Fensterdekoration zu erkennen, ob ich Regenkleidung beim Radfahren benötige. Im Jahr 2024 verdienen Frauen bereinigt immernoch 6 % weniger als Männer. Einfach, weil sie eine Vagina haben. Den Gender Pension Gap gibt es als Bonus dazu.

5. Ich finde etwas Münzgeld in der Tasche und stecke es meinen Töchtern in die Spardose. Frauen haben außerdem für Eltern- und Familienzeiten unterbrochene Erwerbsbiografien. Entsprechend steht ihnen weniger Geld zum Sparen und Investieren zur Verfügung.

6. Doch Frauen nehmen ihre Finanzen sowieso nicht gerne in die Hand. Warum? Das liegt wiederum auf der Hand: Frauen haben einfach kein mathematisches Verständnis. Sagt man. Vielleicht ist das der Grund, dass ich morgens um 05:30 Uhr die Rechaufgaben meiner Tochter vom Vorabend korrigiere. Ihre Begeisterung für Zahlen möchte ich am Leben halten.

7. Meine finanzstrategischen Überlegungen blockieren das Zeitmanagementmodul in meinem Hirn. Punkt 08:15 Uhr erinnert mich mein Outlook an meinen Termin beim Zahnarzt um 08:30 Uhr. Auf dem Weg zur Praxis führe ich meine Finanz-Dilemmata Gassi. Was kann man Gender Finance Gaps tun?

8. Die Antwort lautet: Mit Finanzplanung frühzeitig anfangen! Das fiel mir mit jugendlichen 40 Jahren ein.

9. Information über die eigenen Rechte sind das A und O. Viele wissen nicht, dass ihnen drei Jahre Kindererziehungszeiten zustehen. Das sind immerhin 3 Rentenpunkte (1 Punkt entspricht aktuell 37,60 €).

10. Als ich das Thema mit einer Kollegin diskutiere, winkt sie ab: „Wir kriegen keine Rente mehr.“ Private Vorsorge ist die Konsequenz z.B. mit ETF-Sparplänen auf eigenen Namen. Den kann auch der Mann besparen, wenn die Frau in Elternzeit ist oder in Teilzeit arbeitet.

11. Nach Dienstschluss höre ich mein Depot leise flüstern: „Diversifiziere mich!“ Doch die Kita ruft: „Ich schließe in einer Stunde.“, unterstützt von der Tanzschule meiner Tochter. Ok, dem Depot widme ich mich heute Abend.

12. Nachdem ich eingekauft, gekocht, Müll weggebracht, die Kinder zum Schlafen fertig gemacht und mich mit erbrechtlichen Fragen auseinander gesetzt haben, frage ich mich, ob das Wort „Vermögensaufbau“ aus Mamahonks Wortschatz streichen sollte, denn … siehe oben 🙂

Dieses 12 von 12 ist Teil der Blogparade von Draußen nur Kännchen.

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