12 von 12 April – Mamahonk kam, sah und war sprachlos

Kürzlich las ich den Spruch: Zu manchen Menschen braucht man nichts zu sagen, die kann man so stehen lassen. Wie mir das heute weiterhalf, erfahrt ihr in meinem 12 von 12. Read it, like it or leave it!

Quelle: M. Ellrich

1. 04:35 Uhr: Meine Tochter und ich husten uns durch die Nacht. (Gruß an den Beckenboden.) Da ist die Freude auf den bevorstehenden Arbeitstag besonders groß.

Quelle: M. Ellrich

2. 06:11 Uhr: Die Snooze-Taste reagiert nicht mehr. Ich wünsche mir mehr Familienfreundlichkeit am Arbeitsort. Eine Art All-inclusive-Arbeit für Mamahonks. Schon bei der Einstellung könnte ich zwischen vier verschiedenen Babysitter:innen für die Kindkranktage wählen. Und Gratis-Schokoriegel gibt`s auch. Den ganzen Tag.

Quelle: M. Ellrich

3. 07:24 Uhr: Völlig übermüdet lese ich die Pressemeldungen zu dem Duell Höcke/Voigt. Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte, dass eine so frauenfeindliche Partei wie die AFD es schaffte, ein Vertreter für ein politisches TV-Duell zu stellen? Ich meine, 50 Jahre Feminismus und dann so was. Da würde Alice Schwarzer sich im Grabe umdrehen! Wenn sie hören würde, was für eine Firlefanz AFD-Politiker:innen verzapfen. Und wenn sie bereits gestorben wäre.

Quelle: M. Ellrich

4. 07:48 Uhr: Ich bringe meine Jüngste – Fünkchen (2) – in den Kindergarten. Ganz ehrlich: Wer behauptet, das Internet verblöde die Menschheit, dem gehen im Kontakt mit AFDler:innen so ziemlich schnell die Argumente aus. Die können Verblödung!

Quelle: M. Ellrich

5. 08:27 Uhr: Schnell ziehe ich mich auf Arbeit um. Irritiert blickt meine Kollegin auf meine behaarten Beine. „Was ist?“, frage ich. „Das ist die Haute Couture der Feministin.“ Ich sage ja immer, Optik ist nebensächlich. Hauptsache Gaudi.

Quelle: M. Ellrich

6. 16:47 Uhr: Auf dem Weg nach Hause verheddere ich mich in eine Diskussion mit einem Bekannten. Er ist irritiert und kann nicht verstehen, wieso ich so einen „feministischen Durchfall“ von mir gebe? „Wir haben doch schon Gleichberechtigung! Wozu also noch Feminismus? Ganz ehrlich, das steht dir nicht.“, meint er.

Quelle: M. Ellrich

7. 16:49 Uhr: Kurz überlege ich zu provozieren: „Nun, sieh mich doch an! Meine Figur gleicht weder Heidi Klum noch habe ich das politische Format einer Angela Merkel oder kann eine gescheite Gemüse-Reis-Pfanne kochen. Was bleibt mir denn anderes übrig?“ Stattdessen spare ich mir die Energie, drehe mich um und gehe.

Quelle: M. Ellrich

8. 18:03 Uhr: Später, auf dem Klo sinniere ich über die Frage meines Bekannten. Klar, könnte ich mir die Finger lackieren und eine Tonne Schminke ins Gesicht klatschen und dabei Sätze sagen wie: „Ich bin ja so glücklich, dass die Männer dieser Welt so mutig und stark sind.“

Quelle: M. Ellrich

9. 18:05 Uhr: Ich könnte mir aber auch eine rostige Büroklammer durch das Ohrläppchen stechen und behaupten, ich sei Ulf, das geistig-beschränkte Faultier. Gleicher Effekt.

Quelle: M. Ellrich

10. 18:07 Uhr: Fünkchen unterbricht meine Gedanken, indem sie ihre fehlende Begeisterung über meinen Aufenthaltsort zum Ausdruck bringt. Hmpf! Ich weiß, es wird eine Zeit geben, da blicke ich voller Sehnsucht zurück. Doch jetzt geht es mir gelinde gesagt, maßlos auf den Sack, wenn ein pilzbestrumpfhoster Mömmel neben mir steht und mein aktuelles Treiben auf dem Klo mit den Worten: „Das ist bäh!“ kommentiert.

Quelle: M. Ellrich

11. 18:11 Uhr: Aus meiner argumentativen Notlage hilft nur eins: Bestechung mit K-Riegel. Und dann geht es an diesen Blogartikel.

Quelle: M. Ellrich

12. Meine Conclusio für den heutigen Tag. Und wir sind weit entfernt von der Erfüllung des Wunsches.

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