Mamahonks kleine Monatsrückschau Juni 2025
Manchmal fühlt sich mein Leben an wie eine Mischung aus Telenovela, Survival-Training und Impro-Theater – nur mit weniger Glamour und mehr Brotdosen. Während andere von „Höhen und Tiefen“ sprechen, jongliere ich Geburtstagsmarathons, Daten-Dschungel und WG-Alltag mit dem Ex. Klingt verrückt? Ist es auch. Für Euch will ich das Chaos protokollieren! Also aufgepasst: Es wird ehrlich, chaotisch und garantiert nicht langweilig. Read it, like it or leave it.
Familie und Freunde: Käse, Kinder, Kletterwände – Geburtstag reloaded Juni 2025
Mit dem Mai beginnt bei Familie Mamahonk der alljährliche Geburtstagsmarathon. Fünf Monate. Fünfzig Geburtstage. Gefühlt zumindest. Ich war kurz davor, mir einfach eine Canva-Vorlage zu basteln mit dem Standardsatz: „Happy Birthday! Schön, dass es Dich gibt!“ – täglich gepostet. Trefferquote: 98%. Aufwand: 2%. Seelenfrieden: unbezahlbar.
Im Juni waren dann meine Tochter Knopf (9) und ich (43) im Doppelpack dran. Zum Glück ist meine Tochter bescheiden. Sie wünschte sich zum Geburtstag lediglich ein Pferd. Dass Fluchttiere wenig Freude an einer 3-Raum-Wohnung mit gelegentlichem Auslauf im urbanen Obst- und Gemüsegarten haben könnten, war für sie kein valides Argument.
Die Lösung? Familiäre Korruption auf höchstem Niveau: ein neues Fahrrad und Reiterferien. Zähneknirschend akzeptierte sie, nicht ohne ein charmantes “Dann aber nächstes Jahr!” hinterherzuschieben.
Am großen Tag genügten ihr Sandwiches als Festmahl. Der Haken: Unser Sandwichmaker ist praktisch ein archäologisches Artefakt. Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik hat uns bereits ein lukratives Auslöseangebot für ihn abgegeben. Er verbindet Käse mit Edelstahl in einer Weise, die sonst nur große Künstler mit Skulpturen verbinden. Ein neues Gerät? Fehlanzeige. Wir vertrauen auf das Einweichprinzip und hoffen das ein neuer Sandwichmaker nachwächst.



Mein Geburtstag hingegen ist alljährlich der Moment, in dem ich die Tatsache zutiefst bedaure, nicht die Hauptfigur in einem Videospiel zu sein. Ich habe keine zehn Leben. Sondern nur dieses eine. Vermutlich habe ich schon mehr als die Hälfte hinter mir. Ihr ahnt es schon. Mein inneres Alter bewegt sich momentan bei 66. Das Gefühl? Irgendwo zwischen „Midlife“ und „Müdigkeit“.
Ich würde mich nicht gerade als Geburtstagsmuffel bezeichnen, doch ich ärgerte mich nur geringfügig als die Mitarbeiter:innen der Boulderhalle Plan B mir eröffneten, dass nur noch ein Samstag im Monat für Kindergeburtstage frei sei – und zwar exakt an meinem Geburtstag.
So kam es also, dass ich meinem 43. Geburtstag mit fünf 9-jährigen Mädchen beim Bouldern verbrachte. Kleines Trostpflaster: Es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel Trump. Oder ich hätte zum Beispiel gar kein Pommes-Würstchen-Buffet planen können. Hatte ich aber, allerdings war ich pessimistisch und verzichtete auf Eis. Der Sommer? Kam natürlich – aus Prinzip.

Beruf und Finanzen: Zwischen Metadaten und Missverständnissen im Juni 2025
Beruflich war bei mir in letzter Zeit einiges los – sagen wir mal: Staffelstab-Übergabe und Daten-Dschungel fasst es recht gut zusammen.
Zum einen darf ich endlich meine Nachfolgerin einarbeiten. Das fühlt sich ein bisschen an wie eine Übergabe beim Staffellauf: Ich freue mich, dass jemand Frisches ins Rennen geht, die das Ziel genauso im Blick hat – aber ein kleiner Teil von mir würde den Stab am liebsten noch ein paar Runden länger festhalten.
Die gute Nachricht: Sie passt richtig gut ins Team, sowohl fachlich als auch menschlich. Die schlechte Nachricht: Mein innerer Kontrollfreak sitzt derweil auf der Ersatzbank und schmollt, weil meine neuen Aufgaben noch nicht so richtig feststehen. Ich stehe also irgendwo zwischen „Abgeben“ und „Wohin laufe ich jetzt eigentlich?“
Und dann ist da noch meine neue Aufgabe im Projekt: Forschungsdatenmanagement. Klingt trocken? Ist es manchmal auch. Aber irgendjemand muss ja Ordnung in das Datenchaos bringen! Ich habe mich reingestürzt und werde wohl bis Jahresende mit Metadaten, Speicherstrategien und der Frage beschäftigt sein, wie man Forschungsergebnisse so sichert, dass sie nicht in irgendeinem digitalen Nirwana verschwinden. Kurz gesagt: Ich bin jetzt offiziell Daten-Dompteurin.
Besonders freue ich mich darüber, dass ich endlich wieder mit dem Bloggen angefangen habe – und das gleich mit sechs veröffentlichten Artikeln! Zwei davon liegen mir besonders am Herzen:
„Gottesdienst oder Gartenarbeit?“ – ein Text über weltanschauliche Prioritäten – und passend zur Urlaubssaison „10 Gebote für den Familienurlaub“, der es sogar in den Round-Up-Post von Michaela geschafft hat. (Ich hab’s gefeiert!)
Außerdem habe ich an einer Blogparade teilgenommen und drei meiner Lieblingsartikel verlinkt.
- Die Verabreitung meines Gartentraumas bei Sadhana Klaus‘ Blogparade Gartenglück oder Gartenschreck? Geschichten, die dein Garten schreibt sowie
- Die Verarbeitung meines Beruftraumas bei Cornelia Lichters Blogparade Beruf & Berufung – 5 Dinge, die ich meinem jüngeren Ich mitgeben würde
- Die Verarbeitung meines Börsentraumas bei Nadine Cabrera Riveros Blogparade Mein erster ETF: So habe ich den Schritt an die Börse gewagt verlinkt
Und nein, es war nicht die Muse, die mich geküsst hat – und auch nicht die KI von Perplexity. Der eigentliche Gamechanger: Ich habe mich von meinem eigenen Anspruch verabschiedet. Ein Artikel darf jetzt auch mal ganz ohne Augenzwinkern daherkommen. Und siehe da – plötzlich fließt’s wieder.

Gleichzeitig durfte ich im Juni noch eine ziemlich amüsante Erfahrung machen – und zwar auf einer Forschungsmesse. Dort gab es unter anderem einen Stand zum Thema Wasserstoff, was mich sofort neugierig machte. Schließlich taucht Wasserstoff immer wieder im Zusammenhang mit Börse und nachhaltigen Investments auf – also dachte ich mir: Warum nicht mal eine fachliche Einschätzung zur wirtschaftlichen Nutzbarkeit einholen?
Gesagt, getan. Ich sprach eine Wissenschaftlerin an, die sich sofort mit großer Begeisterung ins Thema stürzte. Sie erklärte, zeigte, gestikulierte – ich wurde selten so freundlich, ausführlich und engagiert beraten.Ich war beeindruckt. Und ein bisschen verwirrt. So viel Aufmerksamkeit hatte ich nicht erwartet – bis ich abends im Bett lag, den Tag Revue passieren ließ und der Groschen fiel:
Ich hatte mich mit den Worten vorgestellt: „Ich möchte gerne privat in Wasserstoff investieren.“
Kein Wunder, dass sie so motiviert war – sie hielt mich vermutlich für eine potenzielle Großinvestorin. Tja, lesson learned: Man sollte vorsichtig sein, wie man sich vorstellt. Aber für einen kurzen Moment war ich die Queen of Wasserstoff.
Sport und Gesundheit: Sport, Spende, Sammelknötchen – Mein Juni 2025 im Gesundheits-Check
Meine sportlichen Aktivitäten erleben ein kleines Revival. Als berufstätige Mama bin ich immer auf der Suche nach irgendetwas. Nach Haarbürsten, meinem Smartphone, gelegentlich nach meinem Verstand, aber eben auch nach Gelegenheiten, Sport zu treiben.
Ein Weg: Regelmäßige Spielplatzbesuche. Ich lade die Große und die Kleine ab, anschließend hullere ich. Oder mach Arm- und Liegestütze. SitUps habe ich mich noch nicht getraut. Schräge Blicke der anwesenden Kinder samt Elternanhang sind garantiert. Wie gesagt: Meine Kompetenzen in gnadenloser Ignoranz habe ich in den letzten Wochen stark ausgebaut. Auf diese Weise komme ich zu meiner homöopathischen Dosis Fitness.
Vier Wochen ohne Drama – das musste gefeiert werden! Seit dem Magen-Darm-Debakel im Mai hat mein Immunsystem beschlossen, sich mal zusammenzureißen – und hielt sich ganze vier Wochen am Stück stabil. Ein medizinisches Wunder? Vielleicht. Ein Grund zur Freude? Auf jeden Fall!
Also dachte ich mir: Wenn der Körper schon mitspielt, kann ich auch mal wieder was Gutes tun – und bin zur Plasmaspende marschiert. Dort wartete eine Überraschung: neue Plasmaphereseautomaten! Schneller, smarter, leiser – ich fühlte mich fast wie in einem Sci-Fi-Film. Nur ohne Laserschwert. Fazit: Mein Immunsystem läuft, die Technik auch.

Damit mein Körper nicht wieder auf die Idee kommt, unangekündigte Überraschungspartys zu feiern, stand im Juni der nächste Pflichttermin auf dem Programm: Brustuntersuchung und Gebärmutterhals-Check.
Ja, ich weiß – klingt nicht nach einem Wellness-Wochenende, aber hey: Vorsorge ist die beste Selfcare! Also rein in die Praxis, raus aus der Komfortzone. Die Brust wurde gründlich durchleuchtet, der Gebärmutterhals bekam seinen alljährlichen VIP-Besuch – und ich fühlte mich wie bei einem TÜV für den eigenen Körper.
Gute Nachrichten zuerst: Mein erstes Fibroadenom ist brav geblieben – nicht gewachsen, nicht durchblutet, klar abgegrenzt. Ein echtes Vorzeige-Knötchen. Allerdings scheint meine Brust im Sammelmodus zu sein. Denn es hat sich ein neues Fibroadenom eingenistet – und das ist leider etwas… ehrgeiziger.
Also: Direkt Termin in drei Monaten zur Nachkontrolle bekommen. Ich sag mal so – meine Brüste führen gerade ein Eigenleben mit Fortsetzungscharakter.
Feminismus: Forschung, Fakten und Frauenpower im Juni 2025
Mein Frust über die feministische Rückwärtsrolle in dieser Welt, trieb mich in die Arme einer vom feministischen Streik Jena organisierten Lesung. Ich wollte Zeichen setzen, die über syntaktische Strukturen wie Hauptsatz-Hauptsatz hinausgehen. Ein verschachtelter Nebensatz durfte wohl drin sein.
Das war vermutlich der Grund, warum ich bei einer Lesung von Heide Lutosch mit dem charmanten Titel: „Care in einer feministischen Planwirtschaft oder: Warum der Spaziergang manchmal Arbeit ist“ landete. Der Raum war voll mit jungen Studentinnen – und dann gab’s da noch mich und eine andere Mama. Natürlich landeten wir beide auf derselben Couch. Mama-Magnetismus, offenbar.
Als die Moderatorin versehentlich verkündete, die Veranstaltung würde schon um 17:45 enden (Spoiler: sollte 18:45 heißen), jubelten nur wir zwei. Hoffnung stirbt zuletzt. Im Verlauf der Veranstaltung klingelten nur bei uns beiden die Handys – offenbar hatte das echte Leben gemerkt, dass wir uns eine Auszeit gönnten. Wir mussten wir raus. Timing: Mama auf Abruf.

Lutosch selbst? Großartig. Klug, witzig, offen – sie spricht über unbezahlte Sorgearbeit, gesellschaftliche Erwartungen an Familien und warum Gleichberechtigung immer noch ein Work-in-Progress ist. Ich mochte ihre Mischung aus analytischer Schärfe und trockenem Humor. Fast wie ein feministischer Espresso: stark, wachmachend und mit Nachklang. Zum Geburtstag gönnte ich mir daher ihr Buch: “Kinderhaben”. Das habe ich mir für den Urlaub im Juli vorgenommen.
Kürzlich war ich bei einem Vortrag zum Thema Wechseljahre mit dem Titel „Women on Fire“, organisiert vom Top 7 Netzwerk – einem lokalen Zusammenschluss engagierter Frauen aus Wirtschaft, Medizin, Kultur und Gesellschaft, die lieber anpacken als jammern.
Eine Frauenärztin aus der Region präsentierte spannende und aktuelle Forschungsergebnisse rund um das Thema Wechseljahre. Für mich war das nicht nur informativ, sondern auch persönlich sehr bereichernd – endlich mal fundierte Infos jenseits von Halbwissen und Mythen.
Auch das Netzwerk selbst hat mich beeindruckt: Hier wird nicht genölt, hier wird gemacht. Frauen mit Power, Ideen und Tatkraft – inspirierend, aber auch ein bisschen einschüchternd. Mein Selbstwertgefühl hat sich angesichts so vieler beeindruckender Persönlichkeiten kurz in die emotionale Notaufnahme verabschiedet. Das gehört wohl zum Wachstum dazu.

Was war sonst noch los im Juni 2025







Ziele im Juli 2025
Der Juli wird eine echte Meisterleistung in Sachen Organisation: Die bevorstehende sechswöchige Hort-Schließung verlangt einiges an Kreativität, um die Betreuung von Knopf zu jonglieren. Parallel dazu darf ich meine neue Kollegin in nur zwei Wochen auf ihre große Solo-Nummer vorbereiten. Ich sag’s mal so: Ich bin froh, wenn ich danach noch geradeaus gehen kann.
Und dann heißt es wieder: Urlaubsmodus an! Zwei Wochen an der Ostsee, auf Rügen, im gleichen Feriendorf und (Trommelwirbel) im exakt gleichen Bungalow wie im letzten Jahr.
Mein 18-jähriges Ich? Würde vermutlich ob der Spießigkeit die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber genau diese Abgeschiedenheit – kein Empfang, kein WLAN – dafür Natur pur und absolute Funkstille – ist vielleicht genau das, was ich brauche. Digitales Detox deluxe.
Neben Familienzeit möchte ich den Urlaub vor allem dafür nutzen, sportlich wieder durchzustarten und tiefer in die Welt des Tradings einzutauchen. Vielleicht klappt es ja tatsächlich, mein Podcast-Projekt „Tradewife – Frauen, Finanzen, Freiheit“ endlich mit Leben zu füllen. Die Idee steht – jetzt fehlt nur noch der erste Schritt.
Jetzt wünsche ich allen einen erholsamen Sommer mit unvergesslichen Erlebnissen!
Eure Mamahonk!

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Hallo Manja,
was ein schöner Monatsrückblick – so locker, leicht (mit einem Augenzwinkern) geschrieben und doch fühle ich den Ernst dahinter. Ich habe mich in einigen Situationen wiedererkannt 😊
Dein Stil gefällt mir total, ich habe dich gleich in meinen feedly aufgenommen und freue mich auf mehr!
Ich wünsche dir im Juli eine schöne Zeit auf Rügen – ich liebe diese Insel sehr!
Viele Grüße
Anette